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Eine schnellere Sichel verändert mehr, als man denkt 🌾

Warum Balancing in Keep Harvesting so viel Arbeit ist: wie Werte, Hunderte Skills, Wetter und Meta-Upgrades ineinandergreifen und was die Demo beiträgt.

Während ich weiterhin auf die Freischaltung bei Steamworks warte, nutze ich die Zeit, um Keep Harvesting weiter zu balancen. Und je tiefer ich mich damit beschäftige, desto deutlicher merke ich, wie viel Arbeit darin steckt.

Schon die grundlegenden Werte hängen eng miteinander zusammen: Lebenspunkte, Schaden, Angriffsgeschwindigkeit beziehungsweise die Fluggeschwindigkeit der Sicheln, die Nachwachszeit der Ressourcen, Heilung pro Sekunde und Heilung durch geerntete Ressourcen. Dazu kommen die steigende Verfallsrate der Farm und die Frage, wie viele Samen man für den nächsten Schritt in der Meta-Progression verdienen sollte.

Und das ist wirklich nur die Oberfläche.

Wenn die Sicheln schneller ernten, bedeutet das beispielsweise auch mehr Ressourcen und damit potenziell mehr Heilung. Dadurch hält die Farm länger durch, erreicht spätere Runden und kann mehr Samen für permanente Upgrades einbringen. Eine kleine Änderung an einer Stelle kann also Auswirkungen haben, die weit über den ursprünglichen Wert hinausgehen.

Ein einzelner Wert lässt sich schnell ändern. Herauszufinden, was er im gesamten Spiel auslöst, dauert deutlich länger.

Dann kommen die hunderten Skills dazu: Blitze, Meteore, Lauffeuer, Erntefeuer, Dynamit, automatische Farmer, Bienenvölker und vieles mehr. Jede dieser Möglichkeiten soll sich lohnen, ihren eigenen Charakter haben und interessante Kombinationen erlauben. Was für sich genommen eher unscheinbar wirkt, kann zusammen mit den richtigen anderen Fähigkeiten plötzlich unglaublich stark werden.

Darüber liegen noch die Jahreszeiten, über 50 Wettertypen und mehr als 400 Meta-Upgrades. Sie verändern die Bedingungen und Möglichkeiten immer wieder. Und selbst diese Aufzählung deckt nur einen Bruchteil dessen ab, was bei einem Run zusammenspielt.

Genau diese Vielfalt macht für mich einen großen Teil des Reizes von Keep Harvesting aus. Beim Balancing sorgt sie allerdings dafür, dass sich ständig neue Fragen ergeben: Ist eine Kombination grundsätzlich zu stark oder passt gerade einfach alles zusammen? Ist der Einstieg zu schwierig? Wie fühlt sich derselbe Abschnitt mit mehr permanenten Upgrades an? Und bleibt neben einem besonders starken Build noch genug Raum für andere Spielweisen?

Meine Tester helfen mir dabei sehr. Trotzdem können wir nur einen Teil der möglichen Kombinationen und Situationen abdecken. Gerade als Entwickler kenne ich die Systeme natürlich ziemlich gut und treffe viele Entscheidungen fast automatisch. Jemand, der zum ersten Mal spielt, geht möglicherweise ganz anders vor. Und genau dieser Blick ist wertvoll.

Deshalb glaube ich, dass der größte Fortschritt beim Balancing noch einmal kommt, sobald die Demo veröffentlicht ist. Mehr Spieler bedeuten mehr unterschiedliche Herangehensweisen, unerwartete Kombinationen und Rückmeldungen dazu, wo sich das Spiel gut anfühlt und wo es noch hakt.

Mein Ziel ist, dass starke Builds richtig Spaß machen. Eine clevere Kombination darf die Ernte ordentlich eskalieren lassen. Gleichzeitig sollen sich verschiedene Wege lohnen und die Herausforderungen auch dann nachvollziehbar bleiben, wenn ein Run einmal scheitert.

Bis dahin teste ich weiter, passe Werte an und schaue mir an, welche Auswirkungen daraus entstehen. Es ist deutlich mehr Arbeit, als ein paar Zahlen nach oben oder unten zu drehen. Aber ich denke, dass Keep Harvesting auf einem guten Weg ist.

Danke an alle, die schon testen und mir ihre Erfahrungen schicken. Jede Rückmeldung hilft dabei, aus den vielen einzelnen Systemen ein Spiel zu machen, das sich als Ganzes gut anfühlt.